Bürgermeisterbrief

01. Apr 2020

Sehr geehrte Damen und Herrn!

Liebe Öblarnerinnen, liebe Öblarner!

Liebe Jugend!

 

Seit die Corona-Pandemie auch Österreich erreicht hat, hat der Satz „Bleib schön gsund“ größere Bedeutung erhalten. Wenn man sich noch vor einigen Wochen nach einem Gespräch freundlich voneinander verabschiedete und alles Gute oder gerade einem Geburtstagsjubilar beste Gesundheit wünschte, war es oftmals einfach so gesagt, weil es sich so gehört. Nun steckt echte Ernsthaftigkeit in diesen Wünschen.

Versuchen wir, in dieser Corona-Krise das Positive zu sehen, egal, in welcher Form auch immer. Es geht nicht mehr um weiter, höher und schneller. Entschleunigung ist angesagt! Vielleicht erkennen wir dankbar unseren Wohlstand und unsere oft unangebrachte Unzufriedenheit. Gerade diese Unzufriedenheit drückt sich in Hass und Anschuldigungen gegenüber Mitmenschen aus. Mobbing beginnt immerhin schon in den Volksschulen und endet oft bei Erwachsenen, nicht zuletzt über sogenannte „soziale“ Medien.

 

Die für 22. März dieses Jahres geplanten Gemeinderatswahlen sind durch die durch den Corona-Virus verursachte Ausnahmesituation ohnehin zur Nebensache geworden. Da wir in der ÖVP Wahlwerbung gemacht haben, in der niemand angepatzt wurde und wir aufgezeigt haben, was in den letzten fünf Jahren in meiner Zeit als Bürgermeister mit einem tollen ÖVP-Gemeinderatsteam alles gelungen ist, fällt es mir nicht leicht, auf höchst untergriffige Aussendungen der SPÖ einzugehen. Aber nachdem darin einige Unwahrheiten verbreitet wurden, sehe ich die folgenden Richtigstellungen als meine Verpflichtung an.

Ich konnte keinerlei nervöse Reaktionen in meinem Team erkennen, als die Liste der SPÖ veröffentlicht wurde, wie dies von Ehrenfried Lemmerer schriftlich behauptet wird. Wir sind bestens vorbereitet in diese Wahlbewegung gegangen. Der dick gedruckte Satz in der SPÖ-Aussendung „5 Jahre Absolute einer Partei sind genug“ blieb stets ohne Begründung. Ich bin 15 Jahre in der Kommunalpolitik tätig und ich wäre ein schlechter Spitzenkandidat, wenn mein Ziel nicht die absolute Mehrheit wäre. Deshalb frage ich jene, die den Vorwurf in den Raum stellen, was an den Leistungen der letzten fünf Jahre denn schlecht war? Dabei darf ich auch an die Abstimmungsergebnisse der Gemeinderatssitzungen erinnern. Eine einzige Entscheidung in den fünf Jahren wurde nur von der ÖVP positiv entschieden, und das war die öffentliche WC-Anlage. Alle anderen Abstimmungen, die von Wichtigkeit waren, wurden ohne Gegenstimme beschlossen, also in voller Übereinstimmung mit allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen!

Die Anschuldigung von Herrn Roland Nerwein, dass ich ihn persönlich schon vor seiner offiziellen Kandidatur von einer zukünftigen Zusammenarbeit ausgeschlossen hätte, entspricht absolut nicht der Wahrheit. Er hat von sich aus nie das Gespräch mit mir gesucht. Nach einigen unschönen Angriffen gegen mich auf sozialen Medien habe ich ihn um ein Gespräch gebeten und ihm erklärt, dass er im Sinne einer zukünftigen Zusammenarbeit im Gemeinderat solche Dinge unterlassen sollte. Seine Antwort war damals leider nur ein Lächeln. Bereits zweimal hat Herr Nerwein in den Medien verbreitet, dass ein politischer Mitbewerber Interventionen gegen ihn beim Dienstgeber getätigt haben soll. Warum nennt er den angeblichen „politischen Mitbewerber“ nicht namentlich? Warum sollte das überhaupt jemand tun? Hier müssen im Sinne der Glaubhaftigkeit die Fakten auf den Tisch!

 

Liebe Öblarnerinnen und Öblarner, ich danke euch für all die Unterstützung, die ich in den letzten Jahren bekommen habe. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich gemeinsam mit dem Gemeinderat bisher sehr wichtige und sinnvolle Vorhaben und Projekte umsetzen konnte. Danke dafür an alle! Nur so können wir weiter an einer sehr positiven Entwicklung für Öblarn arbeiten.

 

Danke für Eure Zusammenarbeit und Kooperation in dieser wirklich nicht einfachen Zeit. Bleibt schön g‘sund!

Ein frohes Osterfest und weiterhin viel Erfolg.

Euer Bürgermeister Franz Zach

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